Posts mit dem Label Selbstreferenzialität werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Selbstreferenzialität werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 22. September 2008

Kaffee

Krokowski fragt sich, wann es endlich Coffee Angola gibt, nachdem man schon an jeder Ecke Coffee Togo kaufen kann.

Freitag, 1. Februar 2008

Telefonische Stimmen zum Lüfter von Krokowskis Computer

Tom2: "Was ist denn das für ein Atomkraftwerk?"

Der Lieblingsamerikaner: "Die Verbindung über Skype ist heute wieder mal wirklich schlecht. Es rauscht total."

Theiresias: "Sag mal, föhnst Du Dir gerade die Haare?"

Aber jetzt ist der Lüfter ja wieder sauber. Krokowski erspart den geneigten Leserinnen und Lesern die detaillierten Bilder des Drecks und erachtet das Anschauen anderen Drecks dann doch für angenehmer.


Donnerstag, 20. September 2007

Wofür brauchen wir das Strafrecht?

Endlich hat Krokowski eine Antwort auf die Frage gefunden, warum sie eigentlich so lange ein Strafgesetzbuch im Bücherregal stehen hatte. Dort stand es jedoch falsch, richtigerweise wird es eingesetzt, um Krokowskis Fenster am Zufallen zu hindern.

Montag, 17. September 2007

Krokowski in Mainz

Neulich stand Krokowski am Bahnhof in Mainz und suchte verzweifelt Gleis 11. 11 Minuten hatte die Bahn Krokowski zum Umsteigen gegeben, was eigentlich kein Problem sein sollte, hätte die Bahn Krokowski nicht zum mysteriösen Gleis 11 geschickt. In 11 Minuten sollte also Krokowskis Bähnchen auf Gleis 11 abfahren, und eben dort wollte Krokowski auch Theiresias, den blinden Seher treffen. Also stieg Krokowski in den Hades der Unterführung hinab, den Schritt ob der Vorfreude auf ein Wiedersehen mit Theiresias schon ein wenig beschleunigt, passierte den Aufgang zu Gleis 5, Gleis 6, Gleis 8 - doch Gleis 8 war das letzte. Allein eine Wand ragte nach Gleis 8 auf, und da Krokowski zwar Krokowski, aber kein Zauberschüler ist, verspürte sie keinerlei Verlangen, mit viel Anlauf gegen die Wand zu springen, da ihr das Risiko, sich dabei zahlreiche Beulen und eine mittlere Gehirnerschütterung zuzuziehen, trotz des Anreizes, als neue Zauberschülerin einen hübschen spitzen Hut zu bekommen, als zu hoch erschien.

Gleis 11 lag, wie sich nach weiterem Umherirren herausstellte, nicht hinter den (freilich auch nicht existenten) Gleisen 9 und 10, sondern neben Gleis 1 und stellte damit sozusagen die Variante Gleis 1.1 dar. Und wie es sich heutzutage mit vielen 1.1. Versionen verhielt, verhielt es sich auch mit Gleis 1.1: es war allgemein verschmäht, denn wer verzichtet schon freiwillig auf die freilich auch nicht mehr ganz niegelnagelneue 2.0 Version? Aber vielleicht war im Jahr 2003 Version 1.1 noch avangardistisch.


Der blinde Seher
fand Gleis 11 übrigens erst nach Krokowski, und so beschlossen die beiden, erst einmal in Ruhe überraschend leckere Dinkelkekse einkaufen zu gehen.

Mittwoch, 1. August 2007

Legasthenische Katzen auf Krokowskis Ruderbank

Auch wenn Krokowski auf der Ruderbank stets fleißig sein sollte, bleibt es doch nicht aus, daß sie auch ab und an dem Müßiggang fröhnt und sich in die Weiten des schönen sie umgebenden Meeres des Internets stürzt, um ein wenig zu surfen. Dabei entdeckt Krokowski natürlich nicht nur dicke Fische, sondern auch so manchen Piratenschatz oder alten Lederstiefel.

Unlängst zog die englischsprachige Seite I can has cheezburger? Krokowskis Aufmerksamkeit auf sich, auf der niedliche Kätzchen in Waschmaschinen, vor dem Spiegel oder sonstwie zu sehen sind, die unter zweifelhaftem Gebrauch der englischen Grammatik und Rechtschreibung diverses äußern. Anfangs dachte Krokowski, es handle sich hierbei um eine Einkaufsseite für chinesische Restaurants, stellte dann aber fest, daß dies wohl doch nicht der Fall ist.


Den Sinn und die Botschaft der Kätzchen hat Krokowski jedenfalls noch nicht vollständig entschlüsselt, sie tappt stattdessen bislang im Dunkeln, was freilich ihre Phantasie um so mehr anregt. Enthalten die Botschaften geheime Aufträge an die CIA zur Bekämpfung ständig drohender Aufrufe zur Anarchie? Hierzu schweigt selbst elgooG. Oder handelt es sich im wurst case scenario schlicht und einfach um eine Seite gegen Langeweile im Büro und zur Propaganda des Humor des Seitenbetreibers?


Krokowski, von Bürolangeweile ebenfalls schwer gezeichnet, erfreut sich jedenfalls an den Skurrilitäten unserer transatlantischenFreunde und empfiehlt allen passionierten Sprachschützern, die das Deutsche zwar am Einfluß des Englischen darben sehen, ihrem Patienten aber andererseits Mordgedanken erzeugende Worte wie Denglisch oder Neudeutsch antaten, den Besuch von I can has cheezburger?, um sich zu versichern, daß das Englische nicht nur im Deutschen, sondern auch im Englischen selbst Abartigkeiten hervorbringt und somit seine Dekonstruktion längst überaus genußvoll selbst betreibst, an der nebenbei selbst humorloseste Status-Quo-Fetischisten ihren Spaß haben können.
Aber für manche gibt es, wie Krokowski weiß, eben kein richtiges Leben im falschen (oder, wie Robert Gernhardt treffend schrieb: kein richtiges Leben im valschen) - von Spaß bei der Arbeit ganz zu schweigen.


Krokowski persönlich erinnert die Seite übrigens vor allem an lang vergessen geglaubte Schulzeiterinnerungen, die von einem mit "Take a break" betitelten Abschnitt des Englischlehrbuches handeln, in dem folgender Reim zu finden war:
The problem with a kitten is that
Eventually it becomes a cat.

Nachdem wir den Reim gelesen hatten, fragten wir uns alle, warum nun das Kätzchen die Katze und nicht die Katze eventuell das Kätzchen bekommt. Irgendwie hatten wir uns das mit dem Nachwuchs-Kriegen nämlich anders vorgestellt.


Dienstag, 31. Juli 2007

Auf dem Weg zur Galeere

6. 45 Uhr. Krokowskis Wecker klingelt. Krokowski bedient sich der besten Erfindung der Welt – auch als „Snooze“- oder Schlummertaste bekannt – und dreht sich nochmals auf die andere Seite. Halt, Krokowski! Du mußt aufstehen, Du mußt auf die Galeere zum Rudern! Steh gefälligst auf, Du faules Stück!

Nachdem wir also Krokowski die Decke weggezogen haben, sehen wir sie eine Szene später die Küche betreten. Stärke Dich gut, auf daß Du gut rudern mögest und das Team, jung, dynamisch und motiviert, wie Du bist, gut verstärken mögest. Jung, dynamisch und motiviert gießt Krokowski also den Kaffee neben die Tasse. Daß die Tasse aber auch nie da stehen kann, wohin sie den Kaffee gießt.

Unter wilden Flüchen und Verwünschungen murmelnd schwingt sich Krokowski aufs Fahrrad. Nun zählt jede Sekunde, denn das Rennen zur Stechuhr hat begonnen. Und die Stechuhr ist, wie die geschätzte Leserin und der geschätzte Leser wissen, gnadenlos und unbestechlich. Krokowski stürzt sich also in halsbrecherischer Fahrt den Abhang hinunter, wobei sie das sie willkommenheißende Einfahrtverboten-Schild nicht einmal mit dem Ziehen des Hutes zur Kenntnis nimmt, denn das Konzept der Einbahnstraße dient ihrer Meinung nach nur dazu, Radfahrer vor sie überholenden Kraftfahrzeugen zu bewahren, nicht jedoch zur Anzeige der Richtung. Kurz: Einbahnstraßen sind dazu da, daß sich Fahrradfahrer in beiden Richtungen auf ihnen tummeln.

Am Fuß des Abhangs angelangt, steigt Krokowski in die Bremsen, denn hier wird es gefährlich. Eine wildgewordene Meute magersüchtiger Schminkkühe Schülerinnen droht Krokowski an dieser Stelle niederzutrampeln. Da hilft auch Krokowskis ansonsten überaus effektiver Rote-Meer-Effekt nichts, denn dieses Meer teilt sich eben nicht und Schülerinnen sind gegen den Roten-Meer-Effekt immun, da sie ihre Interaktion in einer anderen Dimension betreiben, die für Krokowskis Gebaren vollkommen unempfänglich ist.


Kurz darauf heißt es sprinten, den Ausweis schon in der Hand haltend flugs durch das Drehkreuz rennen, noch einmal das Tempo beschleunigen und – laß jetzt nur nicht nach, Krokowski, nur ein wenig noch und Du bist am Ziel angelangt, nur noch ein letzter Schlußspurt, halte durch, Krokowski, halte durch! – und nun setzt Krokowski zum entscheidenden Hechtsprung an: Die rechte Hand fliegt zur Stechuhr, die Krokowskis Ausweis erkennt und sie durch ein leises Klicken auf der Galeere willkommen heißt. Krokowski hat das Zielband schon fast zerrissen, denn zur Ruderbank sind es noch 30 Sekunden.

Doch was ist das? Krokowski wird langsamer, laaaangsamer, n o c h l a n g s a m e r . . . und bleibt stehen. Statt den Aufzugexpress zu nehmen, der sie sozusagen zur Ruderbank katapultieren würde, nimmt Krokowski die Treppe, um Stufe für Stufe gemächlich und ohne jegliche Eile zu erklimmen, am Treppenabsatz ein kleines Päuschen zu machen und über den bisherigen Weg zu resümieren. Was ist mit Dir los, Krokowski? Wieso diese quälende Langsamkeit?

Fragen wir die trotz des anderes verheißenden Namens unbestechliche Stechuhr. Warum geht Krokowski so langsam, Stechuhr? – Stechuhr: „Natürlich könnte Krokowski auch in 30 Sekunden an der Ruderbank sein. Aber statt dieser 30 Sekunden ziehe ich ihr – sagen wir - drei, nein: fünf Minuten von ihrem Zeitkonto als Wegezeit ab. Seit Krokowski das weiß, peilt sie an, den Weg zur Ruderbank in zehn Minuten zurückzulegen.

Montag, 30. Juli 2007

Krokowski geht ins Kino, Teil I

- Eine Leiderfahrung, in mehreren Teilen geschildert.-

Krokowski wollte unlängst nicht denken, nichts tun; kurz: sie hatte das Bedürfnis nach seichter Unterhaltung und beschloß deshalb, ins Kino zu gehen. Aus diesem Grund warf Krokowski also einen kurzen Blick auf eine Übersichtsseite im allwissenden Internet, auf der die Filmtitel mit Aufführungsort und –uhrzeit verzeichnet waren.

Doch auch wenn das Internet allwissend ist, so ist es doch nicht allinformierend: Es behält so manch wichtiges Detail für sich, wie Krokowski feststellen durfte, als sie die Kinokarte erwarb und dabei von der Kassiererin informiert wurde, daß der von ihr zu sehen gewünschte Film im Rahmen des besonderen Formates namens „CineLady“ laufe. Viel Spaß wünsche sie Krokowski dabei.

Hier sei ein kurzer Exkurs über Namen von Lichtspielhäusern angebracht. Hießen diese einst noch Ufa-Palast oder, sofern die Betreiber zum Palastbau nicht größenwahnsinnig genug waren oder einen entsprechenden Nachnamen trugen, Kino Klein, Lindentheater oder Casablanca, so ist heute der Einfallsreichtum der Namen indirekt proportional zur Größe der Leinwand, wie Namen wie Cinemaxx, Cineworld, Cinestar und Cinecine zeigen.

Bösen Zungen, die behaupten, diese indirekte Proportionalität zwischen Größe und Einfallsreichtum sei auch anderswo anzutreffen, soll hier kein Gehör geschenkt werden. Krokowski stellt einzig zur Verteidigung der Größe fest, daß die deutsche Sprache zwar den Begriff des „Giftzwerges“, nicht jedoch den des „Giftriesens“ kennt.


So war Rübezahl zwar groß, aber nicht giftig. Warum Krokowski bei der Erwähnung des Namens „Rübezahl“ stets an Karotten, nicht aber an Rüben denken muß, soll hier ebenfalls nicht Gegenstand der Ausführungen sein.

- Ende des Exkurses -


Krokowski war also ganz unvermittelt in die CineLady geraten, und noch während sie ihr Wechselgeld einsteckte, sann sie über den Namen der Veranstaltung nach, der sie nichts Gutes ahnen ließ und leises Unbehagen, verbunden mit einem kurzen Frösteln, machte sich in ihr breit.


Ob Krokowski mit ihrem Unbehagen recht behält oder einfach nur paranoid ist und während der Vorführung den Partner ihres Lebens trifft, sich alternativ zum kurzfristigen Amoklauf entschließt oder Michael Glos in den Nacken hustet, erfahren Sie in Kürze an eben dieser Stelle. Bleiben Sie also dran, denn es wird viel passieren - im Krokowskihof.

Donnerstag, 26. Juli 2007

Notoperation: Leokadja Begbick hat sich das Bein gebrochen

Seit Krokowski - nun schon beinahe seit drei Wochen - an der Ruderbank der Galeere sitzt, wartet sie jeden Tag darauf, endlich auch einmal Leokadja Begbick, der gestrengen, aber gerechten Herrscherin, sozusagen der Kleopatra der Galeere im Treppenhaus zu begegnen.

Bislang sah Krokowski die große Leokadja Begbick nämlich nur im galeereninternen Mitteilungsblättchen, das jeden Monat neu von den Erfolgen und Liebenswürdigkeiten der Galeere, ihren Sklavenpeitschern, Taktgebern und ab und an auch von handverlesenen, natürlich nur im höchsten Grade loyalen Mitgliedern des gemeinen Rudervolkes berichtet. Meistens jedoch schwärmt das galeereninterne Drecksblatt von Leokadja Begbick, ihrer Grazie, ihren hoch verdienten Ehrungen und berichtet von ihrem Ergehen. Dabei sehen wir Leokadja regelmäßig auf der eigenen "Leokadja"-Doppelseite in repräsentativem Farbdruck, wie sie frisch vom Frisör kommt, der leider vergessen hat, ihr den eigens angefertigten Motorradhelm aus engelsblondem Kinderhaar abzunehmen. Oh Leokadja Begbick, Du Schrulle, laß uns Dir huldigen!

Auch in ihrem stolzen Alter von 81 18 Jahren schaut Leokadja noch immer wie frisch von der Alm aus und ein jeder, der sie sieht, verliert sein Herz für immer an die Unvergleichliche, unsere Königin der Herzen. So ist es kein Wunder, daß Leokadja auch in all den Gesprächen, die auf der Galeere geführt werden, stets - und sei es auch nur in Gedanken - präsent ist, denn sie hat uns alle im tiefsten Herzen berührt, ihr Bild hat sich unauslöschlich in unsere Seelen eingebrannt und wir huldigen ihr aus freien Stücken.



So mag es also nicht verwundern, daß Krokowski, die die große Leokadja bislang nur im Huldigungsblatt bewundern durfte, lange schon darauf erpicht ist, der Grande DAme einmal von Angesicht zu Angesicht gegenüber zu stehen. Diese Träume haben sich vorerst jedoch zerschlagen, denn wie eine große überregionale "Zeitung" letzte Woche berichtete, stürzte Leokadja Begbick auf der Treppe zur Oper und brach sich das Bein, woraufhin umgehend eine Notoperation anberaumt wurde. Wie sollen wir nur ohne sie rudern?

Krokowski sagt: Aufstieg und Fall der Leokadja Begbick.
Der große Dichter und Maler F.W. Bernstein dagegen sagte einst sinngemäß:
"... sie müssen entschuldigen, wir kommen nur, um zu huldigen.
Sie sind der Größte im ganzen Revier - wo gibt es Bier?"

Montag, 9. Juli 2007

Neues von der Galeere I: Ich bin der Größte

Daß die Größe des Egos die des Körpers um Längen überragt, kennen wir ja schon von diversen Männern, wie z.B. natürlich vom GröFaZ oder vom größten Vorbild aller Zeiten des GröFaZ. Von daher ist es also auch für Krokowski nichts Neues, wenn so manche Menschen in den Himmel wachsen oder zumindest die Größe des Turms zu Babel haben müssten, sollte ihre Körpergröße ihrem Ego angemessen sein.


Krokowski hat schon im Jahre 2002 einen Artikel gelesen, dessen Botschaft "... weiterhin Maul halten" sie auch hier beherzigen wird. Ab einer Ego-Größe von 200 Metern hört man ohnehin nichts mehr.

Mittwoch, 4. Juli 2007

Auf der Galeere

Erinnert sich noch jemand an Siegalapyrrhus, den Peitschenantreiber und Seemann des Schiffes, das Destructivus nach Gallien bringen soll, um dort im gleichnamigen Band "Streit um Asterix" zu sähen? Siegalapyrrhus ist der klassische Fall eines Sklaventreibers. Sklaven kommen überhaupt sehr zahlreich in der Antike vor, sei das bei Aristoteles oder eben bei Asterix. Krokowski hat auch eine andere Szene aus "Asterix und Kleopatra" noch sehr gut in Erinnerung, in der unter Peitschenhieben arbeitende Ägypter zu sehen sind. "Sind das Sklaven?", fragt unser Gallier, woraufhin Numerobis antwortet: "Aber nein! Sklaven sind Mangelware. Man bekommt einfach kein Personal mehr. Das hier sind freie Arbeiter!" Auch Kleopatra selbst schätzt die Sklavenarbeit insbesondere zur Fortbewegung hoch.



Man sieht, der Sklave bzw. "freie Arbeiter" ist gefragt. Heute wie damals in Asterix Antike. Heute freilich hat Sklavenarbeit andere Formen und statt der üblichen Eisenfessel und dem standesgemäßen Peitscheintreiber gibt es nun Gesetze, in denen es beispielsweise heißt: "Die Studenten [Krokowski merkt hier an, daß dies, obwohl man es anders vermuten könnte, leider nicht nur für Studenten, sondern auch für Studentinnen gilt, ermuntert aber jegliche Studierende mit law-student-disease, also Klagewütigkeit, diesen Fall ruhig einmal vor Gericht zu bringen] haben in der vorlesungsfreien Zeit [...] insgesamt drei Monate an praktischen Studienzeiten teilzunehmen." Diese erstaunlich unjuristische, da allgemeinverständliche Formulierung besagt nichts anderes als daß drei Monate Praktikum abzuleisten sind, bevor man sich der das Studium beendenden Prüfung unterziehen darf.

Nun ist viel über Praktika geschrieben worden, manch "wir halten uns alle an den Händen und bedauern uns gegenseitig"-Veranstaltung stand unter dem Titel "Praktikum und Präkarisierung" und nach der wenigstens eine Alliteration enthaltenden "Generation Golf" wurde die "Generation Praktikum" ausgerufen. Ab Montag ist also Krokowski 40 Stunden die Woche auf der Galeere, nein: an der Reihe - beziehungsweise an der Ruderbank.

Gute Fahrt, Krokowski!

Dienstag, 19. Juni 2007

Krokowski ist schlafkrank

Krokowski schläft und schläft und schläft... wie ein Stein.


Gegen Krokowskis Schlaftrunkenheit hilft nur eines (und auch dies ist in der Wirkung nur sehr beschränkt, hat aber hohen emotionalen Wert): Kaffee.

Hier nach dem Aufstehen. [Man beachte die Zeit]

Freitag, 8. Juni 2007

Statt Graben in der Goldmine

Einst schlief Krokowski mit lateinischer Grammatik unter dem Kopfkissen; heute sind die Reader zu dick, um sie unters Kopfkissen zu legen [wir berichteten] - wobei sich dann natürlich auch die Frage stellen würde, ob es anstrebenswert sei, Reden von George Bush und Verteidigungsstrategien der Vereinigen Staaten per Traumtelepathie ins Hirn diffundieren zu lassen. Was die Lateinkenntnisse anbetrifft, hat die Traumtelepathie ohnehin gründlich versagt und sämtliche Kenntnisse sind ins Nichts abgewandert oder haben sich in den See des Vergessens gestürzt.
Ein Nürnberger Trichter dagegen wäre manchmal schon eine feine Sache... und ein bißchen Helligkeit im Kopf kann Krokowski als Sonnen- und Farbenfreundin sowieso brauchen.



Krokowski räumt ihren Computer auf

... und findet folgendes:



MAST DURCH LEBKUCHEN

"die winzige virenfamilie - drei waren sie nun an der zahl - hatte sich gerade gemütlich im munde des erkrankten niedergelassen. es waren sonnige zeiten für viren, es gab viel zu essen und viel zu tun. sie vermehrten sich prächtig, und es blieb nicht lange bei der kleinen dreiergemeinschaft. zu tausenden wuselten die geschäftigen schädlinge in ihrer angenehm warmen mundlandschaft umher. sie zerstörten allerhand und produzierten schleim ohne unterlass.

doch eines tages gab es einen lauten krach. die viren erschraken und blickten sich um. noch bevor sie einen klaren gedanken fassen konnten, wurden sie aus dem munde herausgeschleudert und prompt in einen anderen, nicht minder warmen, aufgesogen. ei fein, dachten sie sich, denn hier gab es noch keine viren. es war noch alles ganz frisch und unversehrt. noch mehr zu tun, noch mehr zu essen. und die sonne schien strahlend wie nie über ihnen zu lachen.

leider waren sie im munde eines schokomonsters gelandet. das schokomonster war verfressen und faul. es pflegte nur zu schlafen und vornehmlich schokolade zu essen , und die schokolade verschmierte und befleckte den ganzen schönen mund. die viren erstickten zu tausenden, verfingen sich in der klebrigen masse und verendeten qualvoll.
manche starben auch an überzucker.

und so endet die zivilisationsgeschichte des virenvolkes, dessen untergang ein kuss allein besiegelt hatte."

_________________________________

alle rechte bei und vielen dank an dabrain


Sonntag, 3. Juni 2007

Krokowski in der Goldmine



Seit einiger Zeit steigt Krokowski jeden Tag in eine Goldmine hinab, doch nicht etwa aus solch trivialen Gründen, wie sich beispielsweise Gold für edle Geschmeide zusammen zu raffen, sondern um ihr* Wissen zu verbreitern, einzelne Gebiete zu vertiefen und insgesamt den Wissenslevel zu erhöhen. Klingt absurd. Ist es auch.

Wenn Krokowski nämlich in der Goldmine zu graben anfängt, stößt sie auf doppelte Zeitungsartikel, Reden von George W. Bush, "geheime" Korrespondenzen des Attorney Generals an den Prime Minister, in denen festgestellt wird, daß ein Regimewechsel im Irak nicht alleiniges Ziel einer Militäraktion sein darf etc. Krokowski meint: sehr geheim, ja. Krokowski geht aus der Goldmine und schaut auf das Schild, das am Eingang steht: "Armed conflicts and the law". Das soll eine Goldmine sein? Krokowski geht wieder ein Stück hinein und bohrt Hammer und Meißel in die Wand, als ihr "The Warrior's Honor" entgegenspringt, ein 70seitiges geschwätziges Monster, das Krokowski "Boutros-Ghali"-schreiend anfällt und sie in einem Meer aus nichtssagendem Geblubber zu ertränken droht. Krokowski japst, schnappt nach Luft. Wird sie es schaffen, sich vor "The Warrior's Honor" zu retten, das mittlerweile das "I.C.R.C. delegate" Schwert gezückt hat und es um Haaresbreite an Krokowskis Ohr vorbeisausen läßt? Krokowski rennt.

Krokowski fällt ins Koma und träumt. Vor ihr steht ein grauhaariger Prophet, auch bekannt als Professor W. Sein Erscheinen ist - wie stets - unvorhersehbar, Krokowski hatte lediglich einen der üblichen Priester erwartet. Und so spricht der Prophet:

"Ob Sie die 2000 Seiten der Reader für die Klausur beherrschen müssen? Was die Reader anbetrifft, so sollten Sie folgendes wissen: Sie können an beliebiger Stelle zu graben anfangen, Sie werden überall auf Gold stoßen. Die Reader sind eine Goldmine."